Für gewerbliche und industrielle Standorte bildet der Zaun die erste Verteidigungslinie – gegen Zutritt, Diebstahl, Vandalismus oder einfach zur klaren Abgrenzung. Aber ein Industriezaun ist mehr als ein großes Loch im Gelände: Er definiert Räume, sichert Prozesse und kann langfristig Betriebskosten senken. In diesem ausführlichen Beitrag beleuchten wir Aufbau, Auswahlkriterien, Materialwahl, spezifische Anforderungen und wie Sie als Zaun-Profis diesen Markt effektiv adressieren.
Warum ein Industriezaun mehr ist als Sichtschutz
In Industriekontexten zählen folgende Aspekte:
- Sicherheit & Zutrittskontrolle: Der Zaun ist Teil eines Gesamtsystems mit Toren, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung
- Abgrenzung und Klarheit: Bereiche mit Maschinen, Lagerung, Fahrzeugverkehr müssen visuell und physisch definiert sein
- Wirtschaftlichkeit & Wartung: Ein robustes System minimiert Störungen, Ausfallzeiten und Wartungskosten
- Image & Betriebsklima: Ein sauber montierter, hochwertiger Zaun trägt zur Außendarstellung bei
Auswahlkriterien beim Industriezaun
Material & Beschichtung
- Stahl (z. B. feuerverzinkt) oder Aluminium – beide mit geringem Wartungsaufwand
- Pulverbeschichtung oder Beschichtung nach DIN/EN für Korrosionsschutz
- Extras wie Sichtschutzstreifen, Begrünung, Kletterpflanzen, wenn Optik und Umgebung es erlauben
Zauntyp & Konstruktion
- Doppelstabmatten: Stark verbreitet durch gute Kombination von Preis, Montagefreundlichkeit, Sicherheit
- Gitterstabzaun: Höherwertig, oft bei erhöhtem Sicherheitsbedarf
- Kombinationen mit Sichtschutz: z. B. geschlossene Abschnitte + offene Zonen
Zugangssysteme
- Tore (ein-, zweiflügelig, Schiebetore) – je nach Zufahrtsbreite, Platzangebot
- Integration mit Kamera, Drehkreuz oder automatisiertem Schiebetor
- Hinweise zur Fluchtwegsicherung, Normen (z. B. Arbeitsstättenrichtlinie)
Montage & Logistik
- Großflächenanlagen verlangen gute Planung bzgl. Fundamenten, Geländeprofil
- Montageprozess muss effizient sein – Zeit ist Geld im Industrieumfeld
- Dokumentation und Nachweise (z. B. Montageprotokolle, Sicherheitsnachweise)
Beispielhafter Ablauf eines Industriezaun-Projekts
- Bestandsaufnahme: Geländeprofil, Zufahrten, Umfeld, Lärm-/Sichtbedingungen
- Planung & Freigabe: Höhen, Bereiche mit Zugang, Sicherheitszonen, Toranlagen
- Materialwahl: Basierend auf Budget, Umgebung, Nutzung
- Montage: Koordinierung mit Logistik, evtl. Innen- und Außenbereiche
- Übergabe & Wartung:Dokumentation, Schulung des Betreibers, langfristige Pflege
Besondere Herausforderungen – und wie Sie sie meistern
- Geländeverlauf: Hanglagen oder Geländeunebenheiten erfordern angepasste Pfosten oder Rastermaß
- Zugang bei wenig Platz: Schiebetore oder versenkbare Lösungen
- Sicherheitsanforderungen: Zäune müssen Normen erfüllen – etwa im Bereich Hochsicherheit
- Budgetdruck: Kunden wollen robuste Lösungen zum günstigen Preis – hier lassen sich durch Systemauswahl und Effizienz bei Montage Wettbewerbsvorteile erzielen
Warum der Industriezaunmarkt für Zaunbauer attraktiv ist
- Höhere Projektvolumen → bessere Margen
- Wiederkehrende Wartung und Service möglich
- Referenzprojekte mit sichtbar hoher Wirkung → Marketingvorteil
- Möglichkeit zur Differenzierung (z. B. Sonderfarben, Beschichtungen, Integration von Sicherheitstechnik)