Ein hochwertiger Zaun vereint Funktionalität, Ästhetik und Sicherheit und stellt in vielen Fällen das erste sichtbare Element einer Außenanlage dar. Für Garten- und Landschaftsbauer sowie professionelle Zaunbauer ist der Zaun deshalb ein entscheidender Bestandteil moderner Außenraumgestaltung.
Hier zeigen wir Ihnen in 7 klaren Schritten, wie Sie den „perfekten Zaun“ professionell planen, umsetzen und langfristig instand halten, damit Sie Zeit sparen, Fehler vermeiden und Kunden nachhaltig begeistern.
Schritt 1: Bedarf & Nutzung ermitteln
- Welche Funktion soll der Zaun erfüllen? (Sichtschutz, Sicherheit, Design)
- Privat vs. Gewerbe – unterschiedliche Anforderungen
- Ziel: Klare Zieldefinition für Material- und Designwahl
Praxis-Tipp:
Fragen Sie aktiv nach den Beweggründen Ihres Kunden. Wer z. B. Kinder im Haushalt hat, legt besonderen Wert auf Sicherheit und Stabilität.
Schritt 2: Gelände & Umgebung analysieren
- Vermessung, Geländeneigung, Bodenbeschaffenheit
- Einflussfaktoren wie Wind, Wurzeln, Nachbargrenzen
- Bestandsaufnahmen und Fotos anfertigen
- Einsatz von Lasertechnik oder Drohnen
Best Practice:
Verwenden Sie Lasermessgeräte oder Drohnen für exakte Vermessung. Dokumentieren Sie die Gegebenheiten mit Fotos und Notizen – ideal für Angebots- und Ausführungsplanung.
Schritt 3: Rechtliche Rahmenbedingungen klären
- Bauvorschriften, Nachbarschaftsrecht, Zaunhöhe
- Grenzbebauung, kommunale Vorgaben
- Dokumentation: Wer genehmigt was?
- Tipp: Zusammenarbeit mit örtlichem Bauamt lohnt sich
Tipp:
Binden Sie den Kunden frühzeitig ein und dokumentieren alle Absprachen schriftlich. Bei Unsicherheit lohnt sich ein kurzer Anruf beim örtlichen Bauamt.
Schritt 4: Material & Design auswählen
- Überblick: Stahl, Aluminium, Holz, WPC, Gabionen
- Witterungsbeständigkeit, Pflege, Lebensdauer
- Kombination von Sichtschutz, Toren, Zier-Elementen
- Empfehlungssystem nach Kundenanforderung
Praxis-Tipp:
Nutzen Sie einen Online-Konfigurator, um Design und Materialwahl gemeinsam mit dem Kunden durchzuspielen – ideal für Visualisierung und Entscheidungsfindung.
| Material | Vorteile | Nachteile |
| Stahl | extrem langlebig, stabil, sicher | schwer, teuer |
| Aluminium | leicht, rostfrei, modernes Design | etwas teurer als Holz |
| Holz | natürlich, individuell gestaltbar | pflegeintensiv, witterungsempfindlich |
| WPC | pflegeleicht, holzähnlich | nicht ganz so stabil wie Stahl |
| Gabionen | modern, schalldämmend, pflegefrei | hoher Montageaufwand |
Schritt 5: Fundamente & Montage vorbereiten
- Tiefgründung, Punktfundamente, Pfostenträger
- Vorbereitende Maßnahmen: Erdarbeiten, Absteckung, Schnurgerüst
- Zeitplanung und Logistik
- Checkliste für die Baustellenorganisation
Achtung:
Unterschiedliche Materialien benötigen unterschiedliche Fundamenttiefen. Berücksichtigen Sie Frosttiefe und Bodenklasse!
Schritt 6: Fachgerechte Montage durchführen
- Einsatz von Spezialwerkzeugen (Bohrgerät, Richtlatten, Wasserwaage)
- Teamkoordination – wer macht was?
- Qualitätssicherung bei jedem Bauabschnitt
- Dokumentation: Fotos, Messprotokolle
Praxis-Tipp:
Nutzen Sie hochwertige Montagewerkzeuge und arbeiten Sie systematisch im Team – das spart Zeit und sorgt für ein sauberes Erscheinungsbild.
Schritt 7: Abnahme & Pflegehinweise
- Endkontrolle mit dem Kunden
- Übergabeprotokoll
- Pflege- und Wartungsplan (nach Materialtyp)
- Optional: Wartungsvertrag oder Nachsorgeangebot
Extra-Service:
Bieten Sie einen Wartungsvertrag oder eine kostenlose Nachkontrolle nach 12 Monaten an – das steigert die Kundenbindung.